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Knut Rosenberg

Aktuelles zur Steuer 2018

Anhebung von Kindergeld und Kinderfreibeträgen:

Das Kindergeld steigt zu Beginn des neuen Jahres pro Kind um monatlich 2 Euro auf dann 194 Euro für das erste und zweite Kind bzw.

auf 200 Euro für das dritte Kind und 225 Euro für jedes weitere Kind an. Auch die Kinderfreibeträge werden entsprechend um 72 Euro

auf 4.788 Euro angehoben. Zusammen mit dem unveränderten Freibetrag für den Betreuungs- Erziehungs- und Ausbildungsbedarf von

2.640 Euro betragen sie dann insgesamt 7.428 Euro pro Kind.

Kindergeld nur noch 6 Monate rückwirkend:

Eine Einschränkung ergibt sich im Hinblick auf die rückwirkende Zahlung von Kindergeld. Während bei einer Antragstellung bis zum Ende des Jahres (31. Dezember 2017) Kindergeld für maximal 4 vorangegangene Jahre gezahlt wurde, kann ab dem 1. Januar Kindergeld nur noch rückwirkend für maximal 6 Monate gewährt werden.

Belege müssten nur noch auf Anforderung vorgelegt werden:

Im Rahmen der Einkommensteuererklärung für 2017 müssen folgende Belege nur noch auf Anforderung des Finanzamts vorgelegt werden

(Belegvorhaltepflicht an der Stelle der bisherigen Belegvorlagenpflicht):

Spendenquittungen, Steuerbescheinigungen über einbehaltene Abgeltungssteuer und der nachweis einer Behinderung (soweit sich keine

Änderungen ergeben haben). Zu beachten ist aber, dass Spendenbelege bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Einkommensteuerbescheides

aufzubewahren sind.

Sofortabzug für Arbeitsmittel verbessert:

Der Gesetzgeber hat die bisherige Grenze zum Sofortabzug von Arbeitsmittel (z.B. Computer) von 410 Euro ab dem Jahr 2018 auf 800 Euro

angehoben. Künftig können daher Aufwendungen bis 800 Euro netto bzw. 952 Euro inkl. der Umsatzsteuer sofort als Werbungskosten abgezogen werden.

Anhebung der Riesterrente:

Ab 2018 steigt die Grundzulage für Riestersparer von bisher 154 Euro auf dann 175 Euro pro Jahr an.

Belege bis zum Ende der Festsetzungsfrist aufbewahren:

Es ist ratsm, alle steuerlich relevanten Belege in Anlehnung an die Fristen der Steuererklärung entsprechend lange aufzubewahren. Steuerbescheide dürfen nach Aussendung unter bestimmten Voraussetzungen vom Finanzamt nachgeprüft, korrigiert und abgeändert werden. Und zwar so lange, bis die Festsetzungsfrist endet. Die Festsetzungsfrist beträgt im Normalfall vier Jahre. Sie beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem die Steuererklärung eingereicht wurde. Wird die Steuererklärung fristgemäß im Mai 2018 abgegeben, so beginnt die Festsetzungsfrist für den Normalfall mit Ablauf des 31.12.2018 und endet vier Jahre später mit Ablauf des 31.12.2022. Aus diesem Grund wird also Privatpersonen als Untergrenze empfohlen, alle Belege mindestens vier Jahre zu Hause aufzubewahren.

Die Festsetzungsfrist kann aber auch über die vier Jahre hinausgehen. Im Falle einer Steuerhinterziehung sind es dann zehn Jahre. Daher ist es noch klüger, jegliche Belege und Kontoauszüge tatsächlich zehn Jahre aufzuheben! So hat man als Steuerpflichtiger im Falle von Unstimmigkeiten die Belege zu seinen Gunsten zur Hand. Mit der zehnjährigen Aufbewahrungsobergrenze ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite. Erst nach Ablauf dieser Zeit können die Belege bedenkenlos und mit Genuss im Papiermüll oder Schredder entsorgt werden.